Vortrag 03.09.2026 „Schwarzburg-Rudolstädtische Dorfordnungen aus der Frühen Neuzeit“
Wir weisen auf den Vortrag der stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden der TVV am 03.09.2026 um 18 Uhr im Thüringer Freilichtmuseum Hohenfelden hin:
Politisches Mitspracherecht nur für Nachbarn und eine Landwirtschaft, die das gesamte Dorfleben diktierte: Die dörfliche Selbstverwaltung der Frühen Neuzeit funktionierte völlig anders als unsere heutige Bürokratie. Damals hingen die Rechte nicht an der Person, sondern am Besitz – und kollektive Systeme wie die Dreifelderwirtschaft erforderten ganz eigene, heute vergessene Regeln.
In diesem Vortrag erfahren Sie am Beispiel des Herrschaftsgebiets Schwarzburg-Rudolstadt, wie die Dorfgemeinschaften früher ihren Alltag organisierten und welche wichtige Rolle die Dorfordnungen dabei spielten.
Ausstellungseröffnung im Museum für Thüringer Volkskunde in Erfurt
Vernissage der Ausstellung „Provinzlust. Erotikshops in Ostdeutschland“am Donnerstag, 6. August 2026, um 18 Uhr
- Lesung: Uta Bretschneider, Direktorin des Zukunftszentrums für Deutsche Einheit und Europäische Transformation
- Moderation: Victoria Hegner, Professorin für Empirische Kulturwissenschaft/Kulturanthropologie an der FSU Jena
- Imbiss des Museumsfördervereins
Ein unterhaltsamer und zugleich ernsthafter Blick auf Jahre des Umbruchs seit 1989 …
Das gleichnamige Buch von Uta Bretschneider und Jens Schöne erschien im Jahr 2024 im Ch. Links Verlag Berlin.
Ausstellung und Lesung wurden initiiert vom Museumsförderverein. Dank der Buchhandlung Peterknecht ist das Buch „Provinzlust“ zur Vernissage vor Ort im Museum und während der Ausstellungsdauer in der Erfurter Buchhandlung erhältlich.
Eintritt inkl. Lesung: 6 Euro / erm. 4 Euro
Anmeldung bis 3. August 2026 an volkskundemuseum@erfurt.de oder unter 0361 655-5607 empfohlen.
Spenden für den Museumsförderverein willkommen.
Hinweis auf Tagung „Niederadelige Lebenswelten in Thüringen 1555–1849“
Am 19. – 21.03.2026 veranstaltet die Historischen Kommission für Thüringen auf dem Rittergut Knau (Schulstraße 4, 07806 Neustadt an der Orla, Ortsteil Knau) die Tagung „Niederadelige Lebenswelten in Thüringen 1555–1849″.
Thüringen war in der Frühen Neuzeit und im 19. Jahrhundert eine vielfältige und dichte Adelslandschaft. Jedoch ist der Niederadel in dieser Region, trotz einiger neuerer Studien, im Vergleich zu anderen Adelslandschaften wie Sachsen oder dem Rheinland, noch wenig untersucht worden. Die Tagung möchte daher bisherige Forschungen aufgreifen und neue Perspektiven aufzeigen. Sie widmet sich dem niederen Adel in den verschiedenen Territorien Thüringens zwischen der Mitte des 16. und der Mitte des 19. Jahrhunderts und untersucht zentrale Aspekte seiner Lebenswelt. Dabei steht sowohl der Niederadel in den zahlreichen fürstlichen Residenzen als auch der Adel „in der Fläche“, auf den Rittergütern, aber auch in den Städten, im Mittelpunkt. Ein Schwerpunkt sollen adelige Repräsentation und Selbstbilder u. a. in der Baukultur, der Landschaftsgestaltung oder der materiellen Kultur der Ausstattung von Gutsschlössern sein, aber auch Aspekte wie Selbstzeugnisse, Bildungswege, (soziale) Mobilität, Konsumverhalten, amtliche Funktionen, Religion und Konfession sollen behandelt werden. Außerdem werden vergleichende Blicke auf andere Adelslandschaften geworfen.
Anmeldung unter historische.kommission@uni-
Alle notwendigen Informationen können Sie dem Flyer entnehmen oder finden Sie unter www.historische-kommission-
Hinweis auf Altwegekolloquium
Am 10. und 11. Aptril 2026 findet das 6. Altwegekolloquium in Sangerhausen zum Thema „Von der Spur zum Netz. Altwegeforschung zwischen Archäologie, Geschichte und Geoinformatik“. Nun ist der Flyer mit dem Tagungsprogramm erschienen, den Sie hier –> Flyer_Altwegekolloquium_2026. Das Altwegekolloquium findet als Kooperationsveranstaltung mit verschiedenen Partnern in Sachsen-Anhalt und Thüringen statt – die Anmeldung erfolgt über die Archäologische Gesellschaft in Sachsen-Anhalt e.V. (AGiSA). Alle Informationen können Sie dem Flyer entnehmen, die Tagungsgebühr in Höhe von 10 Euro ist vor Ort bar zu entrichten.
Förderung durch die Thüringer Ehrenamtsstiftung
Die Thüringische Vereinigung für Volkskunde (TVV) freut uns sehr über die großzügige Unterstützung durch die Thüringer Ehrenamtsstiftung, die unsere Arbeit im vergangenen Jahr maßgeblich ermöglicht und bereichert hat. Dank der Förderung konnten zahlreiche Projekte umgesetzt werden, die insbesondere dem wissenschaftlichen Nachwuchs zugutekommen.
Ein zentraler Schwerpunkt war die Förderung unserer kommenden Zeitschriftenausgabe: Wir konnten viele engagierte Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler der Friedrich-Schiller-Universität Jena dafür gewinnen, ihre sehr guten Haus- und Abschlussarbeiten in wissenschaftliche Artikel zu überführen. Dadurch wird das nächste Heft besonders vielfältig, inhaltlich stark und umfangreicher als je zuvor.
Auch 2025 war das Heft dank des neuen Fokus auf den Nachwuchs schon dicker als gewöhnlich. Die Förderung hat uns hier beim Versand untersützt. Ohne diesen Zuschuss wäre die Umsetzung in dieser Form nicht möglich gewesen. Auch verfügt die Zeitschrift jetzt über eine ISBN-Nummer.
Darüber hinaus konnten wir mit den Fördermitteln wichtigen Bürobedarf für den laufenden Betrieb anschaffen sowie unsere technische Ausstattung erweitern. Der Verein verfügt nun unter anderem über Aufnahmegeräte, Podcast-Sets, große Speichermedien und Transkriptionslizenzen. Diese Technik stellen wir unseren Mitgliedern für ihre volkskundlichen und kulturwissenschaftlichen Projekte zur Verfügung und schaffen damit bessere Arbeitsbedingungen für Forschung und Vermittlung.
Wir sind der Thüringer Ehrenamtsstiftung sehr dankbar für das entgegengebrachte Vertrauen und die wertvolle Unterstützung unseres ehrenamtlichen Engagements. Sie trägt wesentlich dazu bei, wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern und kulturelle Arbeit nachhaltig zu stärken.
Bei Interesse an der Arbeit der TVV oder an der Nutzung der technischen Ausstattung freuen wir uns über eine Kontaktaufnahme!

Neues Corporate Design
Die Thüringische Vereinigung für Volkskunde (TVV) präsentiert sich ab sofort mit einem neuen Corporate Design. Nach rund zweijähriger Entwicklungsarbeit wurde das neue Erscheinungsbild in diesem Jahr auf der Jahreshauptversammlung offiziell beschlossen.
Erstmals verfügt der Verein damit über ein eigenes Logo. Was bewusst schlicht gehalten ist, steht für einen intensiven gestalterischen Prozess, der gemeinsam mit Studierenden der Hochschule Wismar (Fachrichtung Design) entwickelt wurde. Das neue Design markiert einen wichtigen Schritt in der Weiterentwicklung unseres Außenauftritts.
Aktuell zeigt sich das neue Erscheinungsbild vor allem im Logo sowie im offiziellen Schriftverkehr. Zur Anpassung der Homepage müssen wir zunächst Fördergelder generieren. Für die Zeitschrift sind zunächst nur leichte Anpassungen vorgesehen, das grundlegende Layout bleibt bestehen.
Wir freuen uns sehr über diesen Meilenstein und darüber, nun auch visuell klar und zeitgemäß als Verein auftreten zu können.
